Um Werkstücke mit sehr empfindlicher Oberfläche vor Beschädigungen zu schützen, stehen verschiedene Möglichkeiten des Bauteilschutzes zur Verfügung.
Die partielle Beschichtung von Werkstückträger und Bereichen mit Teilekontakt kann mit HALAR (Teflon) oder RILSAN (Polyamid) erfolgen. HALAR kann bei Rundmaterial mit einer Schichtdicke von 0,25 mm bis max. 0,6 mm aufgebracht werden. Die Teflon-Schutzschicht ist sehr dauerhaft und bietet einen hervorragenden Korrosionsschutz. Sie zeichnet sich durch eine „gummiartige“ Oberfläche sowie sehr gute chemische Beständigkeit aus. HALAR hat eine Temperaturbeständigkeit bis 130°C (nass) beziehungsweise 150°C (trocken).
Die preisgünstigere RILSAN-Beschichtung kann bei Rundmaterial mit einer Schichtdicke von 0,1 mm bis max. 0,4 mm aufgebracht werden und ist an der Oberfläche relativ hart. Die Nachteile der RILSAN-Beschichtung sind – im Vergleich zu HALAR – eine schlechtere chemische sowie eine geringere Temparaturbeständigkeit (80°C im Dauereinsatz, kurzzeitig höher).
Ein entscheidendes Qualitätsmerkmal jeder Beschichtung ist die Vorbehandlung. Wenn die Teile vor der Beschichtung nicht sandgestrahlt werden, führen oberflächliche Beschädigungen zur Unterwanderung der Beschichtung. Bei RILSAN kann dadurch die Beschichtung großflächig abplatzen. Aus diesem Grund legen wir größten Wert auf die Vorbehandlung und lassen alle Teile vor der Beschichtung sandstrahlen.
Bei beiden Kunststoffbeschichtungen handelt es sich um Verschleißprodukte. Sie nutzen sich im Laufe der Zeit ab, so dass in gewissen Abständen eine Neubeschichtung erforderlich ist.
Spezielle, temperatur- und medienbeständige Teflon-Clips ermöglichen die punktuelle Ummantelung der Bereiche des Werstückträgers, die mit den Bauteilen in Berührung kommen. Teflon-Clips werden vorwiegend bei schweren und / oder scharfkantigen Werkstücken eingesetzt, bei denen eine Kunststoffbeschichtung zu schnell verschleißen würde. Alternativ werden auch Teflonformteile verwendet.